![]() Konstanze Vernon und Heinz Bosl (große Ansicht) |
Konstanze
Vernon, von 1963 bis 1980 Primaballerina der Bayerischen Staatsoper, und
der einstige „shooting star“ Heinz Bosl, waren fast zehn Jahre
lang das Traumpaar des Münchner Ballett-Publikums. Als Heinz Bosl 1975
im Alter von 28 Jahren an Krebs starb, wollte Konstanze Vernon die
Erinnerung an ihn am Leben erhalten. Deshalb gab sie der Stiftung, die sie
1978 gemeinsam mit ihrem Ehemann Fred Hoffmann gründete, seinen Namen:
Heinz-Bosl-Stiftung.
Mit Hilfe dieser Stiftung und in Zusammenarbeit mit der staatlichen Ballett-Akademie schuf die Vernon in München ein neues Ausbildungsmodell. Sie führte das russische Waganowa-System ein, gründete 1980 – parallel zur Ballett-Akademie - ein Ballett-Leistungszentrum und schuf die Münchner Junior Compagnie, ein Ensemble, das bis heute ausschließlich aus Studenten besteht. Mehr Bühnenpraxis für Ballett-Studenten Ballett-Direktoren suchen fertige Tänzer. Studenten ohne Bühnenerfahrung haben bei Bewerbungen in einer Compagnie meist weniger Chancen. Doch selbst eine erstklassige akademische Ausbildung bietet keine Garantie für ein Theater-Engagement. Konstanze Vernon ging dieses Problem an. Ihre Devise: „Wir wollen, dass aus Studenten Tänzer werden“. So wurde Bühnenpraxis für alle Studenten des Ballett-Leistungszentrums in München zu einem Pflichtfach. Die positive Bilanz: Fast 300 von der Heinz-Bosl-Stiftung im Leistungszentrum
geförderte Absolventen der Ballett-Akademie
(Hochschule für Musik und Theater München) erhielten in den
vergangenen 25 Jahren sofort nach ihrem Diplom ihr erstes Theater-Engagement.
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